Zum Inhalt springen

Fuji GFX S II Erfahrungen. Meine Mittelformat-Reise endet.

    Nach etwa einem halben Jahr intensiver Fuji GFX 50S II Erfahrungen habe ich mich entschieden, mich von dieser beeindruckenden Kamera wieder zu trennen. In diesem Artikel möchte ich meine Gründe dafür ausführlich teilen und von meinem Wechsel zur kompakteren Fuji X-T5 berichten. Eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist, aber letztendlich meine Freude an der Fotografie zurückgebracht hat. Warum ich damals umgestigen bin, ist hier nachzulesen.

    Positive Fuji GFX 50S II Erfahrungen: Herausragende Bildqualität

    Die Bildqualität der GFX 50S II war und bleibt absolut atemberaubend. Feinste Mikrostrukturen, ein extrem hoher Dynamikumfang und eine beeindruckende Detailwiedergabe selbst in sehr dunklen Bildbereichen haben mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Das Rauschverhalten spielte praktisch keine Rolle, selbst bei höheren ISO-Werten konnte ich bedenkenlos fotografieren – ein enormer Vorteil gegenüber kleineren Sensoren.

    Die durchdachten Menüs und die vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten machten die Kamera zu einem technisch hervorragenden Werkzeug für anspruchsvolle Fotografie. Besonders die Möglichkeit, die Kameraeinstellungen genau an meine persönlichen Vorlieben anzupassen, habe ich sehr geschätzt. Die intuitive Menüstruktur von Fuji, die ich bereits von früheren Modellen kannte, machte den Einstieg in die Mittelformat-Welt überraschend einfach.

    Meine GFX 50S II Erfahrungen mit Bildqualität bei Kontrasten

    Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die außergewöhnliche Bildqualität in Situationen mit starken Kontrasten – ein Bereich, in dem die Fuji GFX 50S II Erfahrungen meine Erwartungen weit übertrafen. Der große Sensor holte Details aus Schatten- und Highlight-Bereichen, die mit anderen Kameras unweigerlich verloren gegangen wären. Die natürliche Farbwiedergabe und die präzise Darstellung von Nuancen haben meinen fotografischen Blick tatsächlich erweitert und mich Motive neu entdecken lassen.

    Die Bilder hatten eine nahezu dreidimensionale Qualität, eine Tiefe und Klarheit, die ich zuvor noch nicht erlebt hatte. Die Kombination aus hoher Auflösung, beeindruckendem Dynamikumfang und der charakteristischen Fuji-Farbwiedergabe erzeugte Ergebnisse, die selbst im großformatigen Druck beeindruckend waren. In dieser Hinsicht waren meine GFX 50S II Erfahrungen durchweg positiv und haben die Versprechen des Mittelformats vollständig erfüllt.

    Das Kit-Objektiv: Weiterhin beeindruckend

    Auch nach monatelangem Gebrauch blieb ich vom Kit-Objektiv GF 35-70mm F4.5-5.6 WR beeindruckt. Die Schärfe vom Zentrum bis an die Bildränder und die Detailwiedergabe bestätigten meine anfänglichen positiven Fuji GFX 50S II Erfahrungen. Selbst bei kritischer Betrachtung der Bilder in hoher Vergrößerung fand ich keine Schwächen in der optischen Leistung.

    Es ist ohne Übertreibung das beste Objektiv, das ich je besessen habe. Es bietet keinerlei Verzeichnungen, und selbst unter extremsten Bedingungen – wie beim direkten Fotografieren in die Sonne – bleiben feinste Zweige links und rechts der Sonne mit allen Details sichtbar, natürlich ohne jegliche chromatische Aberrationen wie lila Ränder, die bei anderen Objektiven unvermeidlich wären. Die Schärfe reicht bis in alle Ecken des Bildes, Nachschärfen in der Bildbearbeitung ist so gut wie nie notwendig. Auch mit sehr kleinen Blendenöffnungen jenseits von f/14 liefert es noch eine herausragende Bildqualität ohne nennenswerte Beeinträchtigungen durch Beugungsunschärfe.

    Für ein Kit-Objektiv lieferte es eine Qualität, die normalerweise nur deutlich teureren Premium-Objektiven vorbehalten ist. Die Kombination aus diesem Objektiv und dem großen Sensor der GFX 50S II sorgte für eine Bildqualität, die in dieser Preisklasse schwer zu übertreffen ist.

    Nachteile der Fuji GFX: Was meine Erfahrungen getrübt hat

    Trotz aller Vorzüge gab es einige wesentliche Hindernisse, die mir die Freude am Fotografieren zunehmend nahmen und letztendlich zu meiner Entscheidung führten, die Kamera wieder zu verkaufen:

    Gewicht und Handhabung im Alltag

    Die Kombination aus Kamera und dem Kit-Objektiv GF 35-70mm erwies sich im täglichen Gebrauch als zu schwer und unhandlich für meinen persönlichen Fotografiestil. Immer öfter ließ ich die Kamera zu Hause, wenn ich zu Spaziergängen aufbrach – und eine Kamera, die man nicht dabei hat, kann keine Bilder machen, unabhängig von ihrer technischen Qualität.

    Das Gewicht machte sich besonders bei längeren Fotosessions bemerkbar. Was anfangs noch als „angenehm solide“ empfunden wurde, entwickelte sich mit der Zeit zu einer echten Belastung. Besonders bei spontanen Fotogelegenheiten zögerte ich zunehmend, die GFX mitzunehmen – ein deutliches Warnsignal, das ich nicht ignorieren konnte.

    Fokussierung und Bedienung

    Der Autofokus arbeitete bemerkenswert langsam, was besonders bei spontanen Aufnahmen und sich bewegenden Motiven frustrierend war. In meinen Fuji GFX 50S II Erfahrungen stellte sich dies als größter praktischer Nachteil heraus. Die Einschränkungen bei der Motivverfolgung und die verzögerte Fokussierung ließen mich zahlreiche Momente verpassen, die mit einer schnelleren Kamera problemlos einzufangen gewesen wären.

    Ein weiteres Ärgernis war der haklige Joystick, der für die Positionierung des Fokuspunkts unerlässlich war. Das Fehlen eines klassischen Steuerkreuzes, wie es bei modernen Kameras üblich ist, empfand ich zunehmend als Einschränkung meines fotografischen Workflows. Platz genug wäre für das fehelnde Steuerkreuz auf der Rückseite gewesen, wie man sieht. Warum er nicht wie bei der Fuji X-T5 genutzt wuirde, wissen wohl nur die Entwickler. Die präzise Positionierung des Fokuspunkts wurde dadurch unnötig erschwert und verlangsamte den Aufnahmeprozess zusätzlich.

    Fuji GFX 50 II S
    Fuji X-T5

    Diese ergonomischen Nachteile wogen in der täglichen Praxis schwerer als erwartet und trübten meine GFX 50S II Erfahrungen zunehmend, trotz der herausragenden Bildqualität.

    Der Wechsel nach meinen GFX 50S II Erfahrungen

    Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Vor- und Nachteile entschied ich mich, die GFX 50S II gegen eine neue Fuji X-T5 mit 40 Megapixeln und einem 16-50mm Objektiv einzutauschen. Diese Entscheidung hat sich bereits in den ersten Tagen als richtig erwiesen:

    Die X-T5 ist wesentlich kompakter und leichter, was sie zum idealen Begleiter für alltägliche Fotografie macht. Sie passt in jede Tasche, belastet die Schulter kaum und ist immer griffbereit, wenn sich ein fotografischer Moment ergibt. Die Menüführung ist der der GFX-Serie sehr ähnlich und in vielen Teilen sogar identisch, sodass ich mich sofort zurechtfand – ein weiterer Vorteil, in Fuji-System zu bleiben.

    Für Tier-, Vogel- und Makroaufnahmen besitze ich nach wie vor meine OM-1, die in diesen speziellen Bereichen unersetzlich bleibt und auch nicht ersetzt werden wird.

    Die erste Freude beim Auspacken war nicht die Vorfreude auf besondere Bildqualität, sondern das Gefühl, endlich wieder eine Kamera in den Händen zu halten, die Spaß macht und zum spontanen Fotografieren einlädt. Der schnelle und präzise Autofokus, die reaktionsschnelle Bedienung und das intuitive Handling haben sofort überzeugt.

    Bildqualität im Vergleich: Realistischer Blick nach GFX 50S II Erfahrungen

    Natürlich kann die Bildqualität der X-T5 mit ihrem kleineren APS-C-Sensor nicht vollständig mit der des Mittelformats mithalten – das war mir bewusst und ist physikalisch bedingt. Der Dynamikumfang ist etwas geringer, und die absolute Auflösung und Detailwiedergabe erreichen nicht das Niveau der GFX, aber da ich kein Pixelsucher bin, ist das für mich nicht entscheidend.

    Doch die Bilder überzeugen dennoch auf ganzer Linie, und der schnellere Autofokus, die intuitivere Bedienung und die höhere Mobilität machen diesen Kompromiss mehr als wett. Die 40 Megapixel des X-Trans-CMOS-Sensors bieten mehr als genug Auflösung für nahezu alle praktischen Anwendungsbereiche, vom großformatigen Druck bis zur detaillierten Bildbearbeitung.

    Was mir nach den intensiven Fuji GFX 50S II Erfahrungen besonders auffiel: Die X-T0 ermöglicht mir, mich wieder stärker auf das Wesentliche zu konzentrieren – auf das Motiv, die Komposition und den entscheidenden Moment. Die technischen Einschränkungen des Mittelformats hatten zunehmend meine kreative Freiheit beschränkt, was sich erst im direkten Vergleich mit der X-T5 wirklich offenbarte.

    Fazit: Meine Fuji GFX 50S II Erfahrungen im Rückblick

    Meine Erfahrungen mit der Fuji GFX 50S II haben mir einmal mehr bestätigt, dass die beste Kamera nicht unbedingt die mit der höchsten technischen Qualität ist, sondern die, mit der man am liebsten fotografiert und die man immer dabei hat. Es ist eine persönliche Entscheidung, die von individuellen Bedürfnissen, dem fotografischen Stil und den praktischen Anforderungen abhängt.

    Die Mittelformat-Fotografie bietet zweifellos einzigartige Qualitäten und kreative Möglichkeiten. Die GFX 50S II ist ein technisches Meisterwerk, das in puncto Bildqualität neue Maßstäbe setzt. Doch wenn das Handling und die praktische Anwendung nicht zu den eigenen Bedürfnissen und dem persönlichen Fotografiestil passen, bleiben diese Vorzüge ungenutzt.

    Mit der X-T5 habe ich nun eine Kamera gefunden, die mir zwar nicht die absolute Spitzenqualität des Mittelformats bietet, dafür aber täglich Freude am Fotografieren schenkt. Und letztendlich ist es genau diese Freude, die mich als Fotografen weiterbringt, meine fotografische Vision voranbringt und mein Hobby bereichert.

    Es hilft eben nichts, wenn fast alles stimmt, aber wenige Nachteile einem das Fotografieren verleiden – so wie es bei meinen Fuji GFX 50S II Erfahrungen der Fall war. Manchmal bedeutet ein Schritt zurück bei der reinen Bildqualität zwei Schritte vorwärts bei der fotografischen Praxis. Diese Erkenntnis ist vielleicht das wertvollste Ergebnis meines halbjährigen Ausflugs in die Welt des Mittelformats.

    Für wen sind Fuji GFX 50S II Erfahrungen relevant?

    Abschließend möchte ich betonen, dass meine persönlichen GFX 50S II Erfahrungen nicht als allgemeingültige Empfehlung verstanden werden sollten. Die Kamera ist für bestimmte fotografische Disziplinen und Arbeitsweisen nach wie vor ideal:

    • Für Landschaftsfotografen, die mit Stativ arbeiten und Zeit für die perfekte Aufnahme haben
    • Für Studiofotografen, die kontrollierte Bedingungen und höchste Bildqualität benötigen
    • Für Architekturfotografen, die feinste Details und präzise Linien einfangen möchten
    • Für Produkt- und Stillleben-Fotografen, die maximale Detailtreue benötigen
    • Für Perfektionisten, die jedes Foto mit Bedacht komponieren und für die der Zeitfaktor keine Rolle spielt
    • Für alle, die sich für jedes Bild alle Zeit der Welt nehmen können und wollen, um das absolute Maximum an Bildqualität herauszuholen
    • Für fortgeschrittene Fotografen, die bereits einen gut eingespielten Workflow haben und die langsamere Arbeitsweise bewusst für ihre künstlerische Vision nutzen
    • Für alle, die überwiegend statische Motive fotografieren und höchsten Wert auf Bildqualität legen

    Für normale Alltagsfotografie, Straßenfotografie oder Situationen, in denen Geschwindigkeit und Flexibilität gefragt sind, gibt es mittlerweile Alternativen, die einen besseren Kompromiss zwischen Qualität, Mobilität und Benutzerfreundlichkeit bieten – wie eben die X-T5, die mir nun täglich Freude bereitet.

    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei
    0 Comments
    Inline Feedbacks
    Zeige alle Kommentare