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Mein Einstieg in die Astrofotografie mit dem DWARF 3

    Die Astrofotografie hat mich eigentlich schon immer interessiert. Allerdings haben mich die lange Einarbeitungszeit und das dafür notwendige, oft sehr komplexe Equipment stets abgeschreckt. Das sollte sich diesmal ändern! Ich möchte heute davon berichten, wie ich diesen Schritt nun doch gewagt und mir dazu das DWARF 3 angeschafft habe. Es handelt sich dabei um ein kleines, intelligentes Smart-Teleskop, das komplett über das Smartphone oder Tablet gesteuert wird.

    Zunächst habe ich mich in die Dokumentation eingelesen und das WLAN eingerichtet. Danach ging alles erstaunlich einfach. Das DWARF 3 ist wirklich hervorragend für Anfänger wie mich geeignet. An einer sternenklaren Nacht stellt man es nach draußen, schaltet es ein und verbindet es. Es kalibriert sich komplett selbstständig. Dafür sucht das Teleskop bekannte Sterne am Himmel, vergleicht sie mit seinen internen Daten und weiß so nach nicht einmal einer Minute exakt, wohin es gerade blickt. In der zugehörigen App sucht man sich anschließend einfach die Objekte aus, die aktuell am Nachthimmel zu sehen sind oder die vorgeschlagen werden.

    Sobald man den Befehl gibt, sucht das Teleskop das Ziel und beginnt mit dem Tracking. Es verfolgt das Objekt präzise und erstellt auf Knopdruck dabei laufend Fotos. Diese Einzelbilder werden sogleich zusammengefügt (Live-Stacking). Dadurch sammelt das Teleskop immer mehr Licht und zaubert nach und nach beeindruckende Details auf den Bildschirm. Während der Aufnahmen kann man am Handy den Fortschritt live verfolgen, faszinierend.

    Was die Aufnahmedauer angeht, ist man sehr flexibel: Man kann die Aufnahmen entweder im Vorfeld planen oder den Vorgang jederzeit manuell abbrechen. Nach einer Belichtungszeit von insgesamt etwa ein bis zweieinhalb Stunden, was ca. 300 gestackte Fotos entspricht bei einer Belichtiungszeit von 15 Sekunden pro Foto, sind bereits sehr gute Ergebnisse vorhanden. Zwar ist die Regel „Je länger, desto besser“, in der Astrofotografie eigentlich nie falsch, aber da bin ich aktuell noch am experimentieren.

    Mit dem Thema Filter habe ich mich noch nicht beschäftigt, das kommt noch. Im Dwarf 3 Handbuch und weiteren Quellen ist dazu folgendes zu entnehmen:

    VIS-Filter (Visible Light): Dieser Filter blockiert ultraviolettes (UV) und infrarotes (IR) Licht, während er das sichtbare Spektrum (ca. 430–650 nm) durchlässt
    Er ist ideal für die allgemeine Fotografie am Tag oder herkömmliche Astrofotos

    Astro-Filter: Er lässt infrarotes Licht durch und blockiert UV- sowie Teile des sichtbaren Lichts
    Er eignet sich besonders für die Infrarotfotografie (über 650 nm), da er den Einfluss von UV- und kurzwelligem sichtbarem Licht minimiert

    Duo-Band-Filter: Dieser Spezialfilter lässt gezielt nur zwei Wellenlängen durch: Hα (656,3 nm) und OIII (500,7 nm)
    Er ist hervorragend für die Aufnahme von Emissionsnebeln geeignet, da er störendes Licht anderer Wellenlängen blockiert und so die Kontraste der Nebelstrukturen deutlich verstärkt

    Zusätzlich zu meinen eigenen ersten Erfahrungen hier noch ein paar technische Fakten:

    • Kompaktes Design: Das Teleskop wiegt lediglich 1,35 kg und hat in etwa die Größe eines dickeren Buches, was es extrem transportabel macht. Das Gehäuse ist zudem nach IP54 gegen das Eindringen von Staub und Tau geschützt.
    • Dual-Kamera-System: Es arbeitet mit zwei Linsen – einem Weitwinkel- und einem Teleobjektiv. Die Hauptkamera (Teleobjektiv) ist mit einem Sony IMX678 STARVIS 2 Sensor ausgestattet.
    • Integrierte Filter: Das Gerät verfügt über eingebaute Filter (unter anderem VIS, Astro und ein Dual-Band-Filter mit OIII & Hα). Diese filtern störende Lichtverschmutzung heraus und machen die Strukturen in Emissionsnebeln deutlich besser sichtbar.
    • Akkulaufzeit und Speicher: Mit einem fest verbauten 10.000 mAh Akku und 128 GB internem Speicherplatz ist das Teleskop für lange Beobachtungsnächte gerüstet. Man kann auch zusätzlich eine Powerbank dranhängen und und dann hält das Gerät länger als bis zum Sonnenaufgang im Dauerbetrieb.
    • Belichtungszeit: Im sogenannten Equatorial-Modus (EQ-Modus), der die Bildfeldrotation eliminiert, unterstützt das DWARF 3 Belichtungszeiten von bis zu 60 Sekunden pro Foto.

    Für mich ist das DWARF 3 eine völlig neue Erfahrung und Einstieg in eine neue faszinierende Welt. Die komplexe Technik der Astrofotografie wird im Hintergrund gehalten, sodass ich mich voll und ganz auf das Beobachten des Sternenhimmels konzentrieren kann. Super.

    Abschließend noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Ich habe das Hauptmenü, sie oben auf der Seite, um den Menüpunkt „Astro Fotos“ erweitert. Dort sind die bisher gesammelten Ergebnisse gesammelt. Ansonsten freue ich mich aktuell über jede wolkenlose und sternenklare Nacht – und als ausgesprochener Nachtmensch kommt mir diese Fotografie Erweiterung natürlich sehr zugute.

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